Schützenfest 2014

Die etwas andere Königsparade

Montag 08.09.2014

Den Glehnern fehlte in diesem Jahr das Schützenkönigspaar, zu dessen Ehren alljährlich am Montagnachmittag die Königsparade stattfindet. 

Dieses Mal wurden die diesjährigen Korpssieger, der beste Schütze und der Leiter der Feuerwehr eingeladen, die Parade von der Tribüne aus anzuschauen. Ich als diesjährige Reitersiegerin traf um 16:30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses mit den anderen geladenen Gästen ein, wo wir von zwei netten Damen in Empfang genommen und mit Getränken versorgt wurden.
Nach und nach kamen auch die Vorstandsmitglieder des Schützenvereins, der Bürgermeister der Stadt Korschenbroich, der Pastor und der Diakon dazu. 

Als die Schützen, die auf der Kirchstraße angetreten waren, jetzt zur Bachstrasse zogen, standen wir alle am Fenster im Obergeschoss des Rathauses und schauten von dort zu bis das Regiment Aufstellung genommen hatte.

Danach begaben wir uns unten auf die Straße, stellten uns in dreier Reihen auf, zuerst Vorstand des Schützenvereins, danach wir als Ehrengäste. 

Der Adjutant des Oberst erstattete unserem Schützenpräsidenten Hubert Tokloth Meldung, dass das Regiment angetreten war. Nun gingen wir unter der musikalischen Begleitung durch die vorhandenen Musikkapellen am gesamten Regiment vorbei.

Danach kehrten wir zur vor der Apotheke aufgebauten Tribüne zurück und stellten uns darauf. 

Nach der erneuten Meldung des Adjutanten, diesmal dass die Schützen zur Parade bereit wären, zogen die ersten Musikkapellen auf und stellte sich uns gegenüber in die Einbuchtung der Bushaltestelle.  

Der erste Teil des Regiments bestehend aus den Sappeuren und einigen Grenadierzügen marschierten in Grußstellung und Paradeschritt an uns vorbei, schauten dabei in unsere Richtung und lächelten freundlich.

Die beiden ersten Musikkapellen zogen ab und zwei neue nahmen uns gegenüber Aufstellung und der nächste Teil des Regimentes zog an uns vorbei. So ging es weiter, bis alle Jäger zur Parade vorbei marschiert waren. Danach zogen die beiden letzten Musikgruppen gefolgt von der Gilde und den Reitern  an uns vorbei.  

Vielen Schützen konnte man ansehen, dass es ihnen sehr wichtig ist, ein Teil dieser großen Gemeinschaft zu sein. Die meisten marschierten sehr ehrenvoll und voller Stolz.  

Nach der Parade sollten die Korpssieger wieder zurück zu ihren Zügen gehen, um dort am Umzug teilzunehmen.
Da ich mich nicht so einfach ohne Pferd unter die Reitersleute mischen konnte, durfte ich bei der ersten Kutsche auf dem Kutschbock mitfahren, in der der Bürgermeister Heinz Josef Dick,  Pastor Michael Tewes und die beiden Vorstandsmitglieder Hubert Tokloth und Wolfgang Engels Platz genommen hatten. Es war eine weiße, schicke Hochzeitskutsche, die von zwei weißen Warmblütern gezogen wurde.
In einer zweiten Kutsche nahmen die beiden Vorstandsmitglieder Markus Lenders und Johannes Esser sowie Ehrenmajor Herrmann Buchkremer und Diakon Rainer Bernert Platz.

Wir fuhren zur Kirchstraße, wo sich die Schützen nach der Parade wieder sammelten, an den ganzen Jägern vorbei und reihten uns hinter dem letzten Grenadierzug in den Umzug ein. Es war ein unglaublich tolles Erlebnis, den Umzug auf der Kutsche mitzufahren. Die Menschen am Straßenrand waren freundlich und winkten uns zu. Nach dem Umzug hielten die Kutschen bei Metzgerei Schillings und man ließ uns aussteigen. 

Es war für mich ein unvergesslicher Tag und ich bin unglaublich froh, als Reitersiegerin das erlebt haben zu dürfen. 

Der Vorstand des Schützenvereins hatte eine tolle Lösung gefunden, die Tribüne am Montag zu füllen und uns Korpssieger ein wunderschönes Erlebnis beschert.
Die Glehner Schützen haben gezeigt, dass man auch ohne König das Schützenfest feiern kann, aber im nächsten Jahr wird es wieder einen Schützenkönig geben.

 

Für Bilder siehe Galerie.